"Dinge sehen, die andere übersehen.

Dinge zum Vorschein bringen, die im Alltag untergehen.

Momente festhalten, die allzu oft aus unserer Erinnerung schwinden.

Fotografie ist mehr als nur ein Abbild.

Eine Fotografie kann lebendiger sein als die Realität,

denn wir können stundenlang betrachten, was weniger als eine Sekunde existierte. 

Sie bringt eine neue Realität zum Vorschein, in der wir auf Zeit und Wahrnehmung Einfluss nehmen können.

Das ist Großartig!"

Ist Fotografie ein Handwerk? Oder ist Fotografie Kunst?

Es die perfekte Symbiose zwischen beiden!  Nur wenn man sein Handwerk versteht, kann man Kunst schaffen!

Die Kamera ist das Medium zwischen den Augen und dem Blick. Das fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera in manueller Einstellung ist vergleichbar mit Klavierspielen. Als Pianistin kennt man das Klavier mit seinen Tasten und Oktaven, seinen Klängen und Tönen in und auswendig. Die Finger kennen die Abstände zwischen den Tasten und man kennt die Töne die die Tasten anspielen - auch ohne hinsehen. Mit der Kamera funktioniert es ähnlich. Die Finger müssen alle Bewegungen automatisch erledigen, zwischen den Blenden und den Verschlusszeiten, zwischen dem Fokus und der ISO blitzschnell hin und her switchen, um sich den plötzlich veränderten Lichtverhältnissen anzupassen.

Nur wenn man genau weiß, wie viele Blenden man hoch oder runter schalten muss, oder wie hoch die ISO (Lichtempfindlichkeit) sein muss, um ein perfekt belichtetes Bild zu erhalten, wenn man z.B. das Brautpaar nach der Trauung in der dunkleren Kirche nach draussen ins Tageslicht begleitet. Zeit zum Nachdenken und probieren gibt es nicht, denn das Brautpaar braucht ca. 2 Minuten vom Altar bis nach draussen, wo sie bereits erwartungsvoll von Bekannten beglückwünscht werden. 

 

Die Kunst der Fotografie besteht darin, aus einem gelungenem Bild etwas ganz Besonders zu schaffen. Mit dem Auge fokussiert man eine Aktion, oder ein Detail, worauf sich alles konzentriert. Dadurch erleben wir Situationen oder Dekorationen oft 'anders' als es die Realität tatsächlich darbietet. Diese 'unwichtigen' Details, die die Kamera dennoch ablichtet, das Auge beim Betrachten des Fotos jedoch ablenkt vom eigentlichen Motiv, gilt es dann bei der Nachbearbeitung zu Retuschieren und so ein Bild zu schaffen, das 'klar' ist. 

Erst dann ist die Arbeit erledigt und ein Bild entstanden.